1.) Vermeidung eines Rechtsstreites
2.) Kostenersparnis
3.) Zeitersparnis
4.) Schonung der emotionalen Kräfte
7.) zufrieden stellende Konfliktlösung
1.) Vermeidung eines Rechtsstreites
Geht es um einen Konflikt, bei dem Rechtsprobleme im Mittelpunkt stehen, dann steht an erster Stelle die Vermeidung eines gerichtlichen Verfahrens.
Geht es bei einem Konflikt nicht um Rechtsprobleme, sondern steht eine zwischenmenschliche Beziehung im Vordergrund, dann ist das Mediationsverfahren eine Alternative für den ungehemmten Ausbruch eines Konfliktes (z.B. Mobbing am Arbeitsplatz oder „Krieg der Gartenzwerge“ zwischen Nachbarn) oder auch den Abbruch jeglicher Beziehung beispielsweise innerhalb der Familie.
Wird das Mediationsverfahren als Alternative zu einem üblichen Rechtsstreit gewählt, dann macht sich das auch bei den Kosten bemerkbar:
Durch die Vermeidung eines Rechtstreites können Sie in den meisten Fällen aber auch eine Menge Zeit sparen: Wer von Ihnen schon einmal einen Prozess geführt hat, weiß, dass in der Regel selbst bei „einfach“ gelagerten Fällen gut ein halbes Jahr in’s Land geht, bis man dann endlich vor dem Richter steht. Wenn dann noch ein zusätzlicher Beweistermin durchgeführt werden muss, um einen Zeugen zu vernehmen oder einen Gutachter anzuhören, dann kann es bis zu einer endgültigen Entscheidung gut und gern ein Jahr dauern. Und wenn es um einen größeren Betrag geht, dann legt der Unterlegene gewiss Berufung ein, sodass sich ein Gerichtsverfahren bis zum vollstreckbaren Urteil über ein bis zwei Jahre und auch noch länger hin ziehen kann.
4.) Schonung der emotionalen Kräfte
Dies ist ein Punkt, den viele Menschen unterschätzen:
die emotionale Energie, die man für die Durchführung bzw. das Durchhalten eines Rechtsstreites braucht und die einem für den Alltag und das Berufsleben fehlt.
So ein Rechtsstreit zehrt an den Nerven, erst recht, wenn er mit nahe stehenden Personen wie Ehegatten, Nachbarn oder Arbeitgeber geführt wird:
immer wieder ärgert man sich über die Schriftsätze des gegnerischen Rechtsanwaltes, die oft alles andere als der Sache dienlich sind, sondern die Partei angreifen, manchmal derartig, dass diese sich beleidigt fühlt. Hierdurch wird das Klima zwischen den Parteien noch verschärft.
Aber auch falsche Zeugenaussagen, die Konfrontation mit dem Gegner bzw. mit dem Rechtsanwalt im Termin zur mündlichen Verhandlung oder ein nicht gewissenhaft arbeitender Richter können an den Nerven zehren und lassen so manchen am deutschen Rechtssystem zweifeln.
Aber auch wenn es überhaupt nicht um Rechtsprobleme geht, wird man als Betroffener allein durch dieses Wissen im Hinterkopf, dass es da noch ein Problem mit jemandem gibt, erheblich belastet, selbst wenn es gar nicht zu offenen Konflikten kommt. Der Konflikt gährt sozusagen im Hintergrund, was auf die Dauer zermürbend sein kann.
Durch diese Art der Konfliktlösung wird nicht nur an einem Knotenpunkt des Problems herum gedoktort, sondern das ganze Problemknäuel wird entwirrt. Ein Gerichtsurteil kann die zwischenmenschlichen Probleme der Parteien nicht lösen; es ergeht nur nach dem Gesetz, auch wenn es menschlich ungerecht, unpassend oder unzweckmäßig ist.
Im Mediationsverfahren wird versucht, das ganze Knäuel zu lösen. Klar, auch hier werden die zerstrittenen Beteiligten nicht zu Liebenden und fallen sich anschließend um den Hals, aber sie können sich nach Abschluss des Verfahrens in die Augen sehen und zwar auf gleicher Höhe: es gibt keinen Verlierer, sondern nur Gewinner.
Dies ist ein ganz wesentlicher Punkt bei der Mediation.
Dadurch, dass sich die Beteiligten aktiv an der Konfliktlösung beteiligen und eine Lösung erarbeiten, mit der alle zufrieden sind, allein dadurch ist diese Lösung selbstverständlich auf Dauer angelegt.
Die Lösung wird automatisch in die Zukunft getragen.
7.) zufriedenstellende Konfliktlösung
Durch diese Mitarbeit ist die Lösung für die Beteiligten zufriedenstellender, als es ein Urteil sein kann.